20.05.2016

Was tun gegen den Fahrradklau?

Umfrage: Fast jeder dritte junge Bundesbürger von Fahrraddiebstahl betroffen

Radfahren steht bei den Bundesbürgern hoch im Kurs. Laut einer aktuellen Umfrage der DEVK Versicherungen schätzen fast 60 Prozent der Fahrradbesitzer ihren Drahtesel als umweltfreundliche Alternative zum Auto, 46 Prozent brauchen ihn für sporadische Familienausflüge und 42 Prozent nutzen ihn im Alltag sogar als wichtiges Transportmittel. Immerhin 32 Prozent sind mit ihrem Bike sportlich unterwegs.

Das Fahrrad ist den Deutschen aber nicht nur lieb, sondern gelegentlich auch teuer. So gaben immerhin 25 Prozent der Befragten an, dass ihr Drahtesel neu zwischen 500 und 1.000 Euro gekostet habe, acht Prozent gaben bei der Anschaffung sogar mehr als 1.000 Euro aus. Besonders kostspielig sind bekanntlich Elektrofahrräder - allerdings besitzen der Umfrage zufolge erst fünf Prozent der Deutschen ein Pedelec oder E-Bike.

Hohe Diebstahlquote
Fahrräder sind traditionell ein beliebtes Objekt der Begierde für Ganoven: Jedem fünften Bundesbürger ist der DEVK-Studie zufolge in den vergangenen fünf Jahren mindestens ein Fahrrad gestohlen worden, bei den 18- bis 34-Jährigen war sogar fast jeder Dritte betroffen. Die Fahrradbesitzer kennen die Gefahr und versuchen, sich davor zu schützen. 71 Prozent tun dies mit einem guten Schloss, 38 Prozent haben eine Hausratversicherung, 20 Prozent kennen die Rahmennummer und 13 Prozent verfügen über eine spezielle Fahrradversicherung (bei dieser Frage waren Mehrfachantworten möglich).

Die meisten Fahrräder werden nachts gestohlen. Wichtig ist deshalb ein guter nächtlicher Verwahrungsort. 27 Prozent der Fahrradbesitzer stellen ihren Drahtesel in eine einzeln abschließbare Garage, 26 Prozent in einen eigenen Kellerraum und 17 Prozent in einen Fahrradschuppen. Teure Fahrräder über die Hausratpolice separat versichern

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen: Wer sein Fahrrad schätzt, sollte es ausreichend versichern. "Die Hausratpolice ist in diesem Zusammenhang die vorteilhafteste und vor allem günstigste Lösung", erklärt Thomas Doll, Leiter Hauptabteilung Sach/HUK-Betrieb der DEVK Versicherungen. Das gelte besonders für teure Drahtesel und Elektrofahrräder. Werde das Fahrrad gestohlen, so ersetze die Versicherung den Neuwert. "Deshalb sollte man die Fahrradrechnung mit Rahmennummer gut aufbewahren", empfiehlt Thomas Doll. Wer sein Fahrrad über die Hausratversicherung mitversichern möchte, sollte einen Blick auf den Umfang des Versicherungsschutzes werfen. "Bei den meisten älteren Policen ist das Fahrrad zwischen 22 Uhr am Abend und 6 Uhr morgens nur dann versichert, wenn es im verschlossenen Keller oder in der Wohnung steht oder wenn es benutzt wird", erläutert Thomas Doll. Werde das Rad dagegen nachts vor der Haustür gestohlen, springe die Versicherung nicht ein. (djd/pt)

Grafik: djd/DEVK